Nauen, Altdstadtfest 09.05.2010
Right Now spielten in Nauen auf dem Altstadtfest, das nicht mehr in der
Altstadt stattfindet, weil die Anwohner keine 3 tollen Tage vertragen. Daher
wurde das Fest auf den Sägewerksplatz in direkter Nachbarschaft zum Finanzamt
ausgetragen. Der große Platz ermöglichte die Aufstellung eines Riesenrades, aber
der Altstadtflair mit den vielen kleinen Läden und engen Gassen ging leider
verloren. Vielleicht erklärt dies das geringe Interesse des Publikums. Der
Festplatz war ziemlich leer als Netty und Sanie kurz vor 18 Uhr dort
nach einer unspektakulären Autofahrt aufschlugen. Da waren wir sogar so zeitig, dass noch niemand da war um den
Kulturbeitrag zu kassieren. Das mussten wir natürlich gleich ausnutzen und haben
das gesparte Geld in Softeis investiert. Eisschleckend machten wir uns auf den
Weg zur Bühne, wo eine uns bekannt vorkommende Band gerade ihre Instrumente
aufbaute. Nach kurzer Begrüßung und Wiedererlangung unserer Eistüten vom Tonmann
drehten wir eine Runde über den Platz und trafen auf erste bekannte Gesichter
aus RN-Fankreisen. Alle zusammen okkupierten wir 3 Bierbänke und erwarteten die
Dinge, die kommen sollten.
Eine nette Sache an einem "Volksfest" ist die Tatsache, dass man beim
Soundcheck zuhören kann. Nachdem alle Instrumente eingespielt und alle Mikros
getestet waren, kam der obligatorische Soundchecksong, der die nicht eingeweihten
Zuschauer dazu verleitete auf zu stehen und zu denken, es ginge jetzt los. Tat es
natürlich nicht. Wir eingeweihten bemerkten lediglich, dass der Song "Creep" von
Radiohead jetzt scheinbar Saschas altes "I'm easy" von Faith no more abgelöst
hat (es war unser erster Soundcheck nach Saschas Ausstieg).
Nach dem Soundcheck drehten wir noch eine Runde über den Festplatz und
inspizierten Karussells und Schlemmerbuden. Lange warten mussten wir nicht mehr
bis Right Now den Abend mit "Thriller" einläuteten. Komisches Gefühl so im
Hellen mit gelegentlich aufblitzender Sonne der Band zuzusehen. Tobi war das auf
jeden Fall alles zu hell, so dass er seine Dunkelheit gewohnten Augen mit Hilfe
einer Sonnenbrille schützte. Auch die anderen RNer schienen mit der unüblich
frühen Uhrzeit leichte Probleme zu haben. Vor allem maRek wirkte am Anfang etwas
wenig motiviert. Zu seiner Verteidigung ist zu sagen, dass auch das Publikum
nicht wirklich mehr geworden war und die anwesenden Leute sich eher an den
Bierbänken festhielten statt die schöne Tanzfläche zu erobern. So kam es, dass
sich in der ersten Reihe anstatt kreischender Teenies diesmal Kinder mit
selbstbemalten RN-shirts tummelten. Diese Kids saßen dann vorn auf dem
Bühnenrand und waren anfangs ja noch witzig anzusehen. Aber irgendwann haben sie
schon ein bisschen genervt. Niedlich war allerdings als Katha von einem kleinen
Jungen einen Stoffhasen geschenkt bekam. Ein Teil dieser Kinder durfte dann im
zweiten Block auch Backgroundtänzer spielen bei "Rock 'n' Roll Queen" und sie
verehrten maRek daraufhin noch mehr. Gelegentliche Anfassversuche inbegriffen.
Der erste Block plätscherte ohne besondere Ereignisse an uns vorbei, so richtig
Schwung kam ins Konzert erst später. Wir versuchten uns ein wenig in Schwung zu
bringen indem wir uns noch ein Softeis gönnten, uns mit Zuckerwatte vollstopften
und ab dem zweiten Block auf m&ms setzten - Süßigkeitendoping :). Gut, dass wir
keinen Zuckerschock bekommen haben. Die letzten m&ms fanden ihr Schicksal
bei Katha, der wir gegen Ende des Konzerts die fast leere Tüte schenkten.
Im dritten Block war die Tanzfläche voll und alle hatten ihren Spaß, auf und vor
der Bühne. Beim Starting-Song "Sweet home Alabama" durfte Sanie sogar ein
bisschen Singen, da maRek die "ich halt dir mal das Mikro vor die Nase"-Nummer
abzog. Leider war dann aber die Zeit knapp, denn um 22 Uhr sollte ein großes
Feuerwerk den Abschluss des Altstadtfestes zelebrieren. Davor gab es allerdings
noch eine kleine Karaoke einlage. Zwei der schon erwähnten Kinder - zwei Mädchen
- erklommen gegen Ende des dritten Blockes die Bühne und sangen "Geboren um zu
Leben" von Unheilig zum Playback. Die Eltern waren stolz und die Kids bekamen
trotz mehrmaligen Ohrenzuhaltalarms Applaus. Da die Zeit wirklich knapp war, gab
es auch nach dem dritten Block nur zwei Zugaben. Marek beglückte uns diesmal mit
"Baby can I hold you" und Katha rockte die Leute noch mal zu Brei bei "Lords of
the boards".
Sofort sollte das Feuerwerk folgen, aber das dauerte dann doch noch ein paar
Minuten, so dass wir nicht sehr viel davon mitbekamen. Wir hatten es eilig los
zu kommen, da wir noch jemanden zum Zug gefahren haben. Diesen Auftrag haben wir
erfüllt und waren so zu einer Uhrzeit zu Hause zu der normalerweise RN Konzerte
erst richtig los gehen.
Setliste
Set 1
1. Thriller - Michael Jackson
2. I gotta feeling - Black Eyed Peas
3. Take on me - Aha
4. Kiss - Prince
5. Small Town Boy - Bronsky Beat
6. Hurra - Die Ärzte
7. Kompliment - Sportfreunde Stiller
8. Seven Nation Army - Whitestripes
9. Pokerface - Lady Gaga
10. Tik Tok - Kesha
11. Time of my life - Bill Medley & Jennifer Warnes
12. Do you love me - The Contours
13. The one that I want - Grease
Set 2
1. Heavy Cross - Gossip
2. Bitch - Meredith Brooks
3. Teenage Dirtbag - Wheatus
4. Wonderwall - Oasis
5. Like a Hobo - Charlie Winston
6. Kling Klang - Keimzeit
7. Über den Wolken - Reinhard Mey
8. Hedonism - Skunk Anansie
9. Song 2 - Blur
10. Should I stay or should I go - The Clash
11. Beat it - Fall out boy
12. Zombie - Cranberries
13. Dance with somebody - Mando Diao
14. Sex on fire - Kings of Leon
15. Rock'n'Roll Queen - The Subways
16. Remmi Demmi - Deichkind
17. Hey, das geht ab - Atzen
Set 3
1. Sweet home Alabama - Lynyrd Skynyrd
2. We will rock you - Queen
3. Are you gonna be my girl - Jet
4. Down in the past - Mando Diao
5. I will survive - Gloria Gaynor
6. Walking on sunshine - Katrina & the Waves
7. I love Rock'n'Roll - Joan Jett & the Blackhearts
8. Fire Water Burn - Bloodhound Gang
9. In the end - Linkin' Park
Zugabe
1. Baby, can I hold you - Tracy Chapman
2. Lords of the boards - Guano Apes